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Ta­ges­pro­gramm Pro­gramm­vor­schau Son­der­ver­an­stal­tun­gen

Heute, 26. März 2019

Dienstag 26. März

  • 16:00

    26. März 2019

    Kaffeeklatsch – The Favourite - Intrigen und Irrsinn

    Irland/USA/Großbritannien 2018
    Regie: Yorgos Lanthimos
    Buch: Deborah Davis, Tony McNamara
    Kamera: Robbie Ryan
    Darsteller: Olivia Colman, Emma Stone, Rachel Weisz, Nicholas Hoult


    England im frühen 18. Jahrhundert: Die gebrechliche Königin Anne sitzt auf dem Thron, das im Krieg mit Frankreich befindliche Land wird aber von ihrer engen Freundin Lady Sarah regiert. Diese führt nicht nur die Regierungsgeschäfte, sondern kümmert sich auch ausgiebig um die kränkliche Monarchin und erduldet deren aufbrausendes Temperament. Da schmeichelt sich die neue Dienerin Abigail Masham bei Sarah ein. Schnell gewinnt die ehrgeizige Frau auch das Vertrauen der Königin. Historisches Drama.

    120 Minuten

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  • 18:30

    26. März 2019

    Der Goldene Handschuh

    Deutschland 2019
    Regie: Fatih Akin
    Buch: Fatih Akin
    Kamera: Rainer Klausmann
    Musik: FM Einheit
    Darsteller: Jonas Dassler, Margarete Tiesel, Katja Studt, Marc Hosemann, Tristan Göbel, Uwe Rohde, Hark Bohm


    Hamburg-St. Pauli in den 1970er Jahren: Auf den ersten Blick ist Fritz „Fiete“ Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzecht der Mann mit dem kaputten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“ und stellt einsamen Frauen nach. Keiner der aus den unterschiedlichsten Milieus kommenden Stammgäste ahnt, dass der scheinbar harmlose Fiete in Wahrheit ein Serienmörder ist. Verfilmung des gleichnamigen Tatsachenromans von Hans Strunk.

    110 Minuten

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  • 20:45

    26. März 2019

    Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit

    USA 2018
    Regie: Mimi Leder
    Buch: Daniel Stiepleman
    Kamera: Michael Grady
    Musik: Mychael Danna
    Darsteller: Felicity Jones, Armie Hammer, Justin Theroux, Kathy Bates


    USA, 1950er Jahre: Frauen dürfen weder als Polizeibeamtinnen arbeiten noch in Princeton studieren. Die Harvard-Absolventin Ruth Bader Ginsburg will diese Welt verändern. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste muss sie sich mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben, obwohl sie lieber die Gerichtssäle erobern würde. Dank ihres Mannes wird sie eines Tages auf die Angelegenheit Charles Moritz aufmerksam - ein potenzieller Präzedenzfall, der die geltende Gesetzeslage ad absurdum führen könnte. Biopic.

    121 Minuten

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Programmvorschau

Son­der­ver­an­stal­tun­gen

Sonntag 07. April

  • 15:00

    07. April 2019

    MAGAZIN Filmkunst & Kultur in Winterhude e.V. – Die VERA Filmwerke vor 100 Jahren - 1919 - 1937

    Das “Stummfilm Hollywood von Alsterdorf“
    Die Vera-Filmwerke AG waren eine deutsche Filmproduktionsgesellschaft für Stummfilme mit Studio und Ateliers an der Alsterkrugchaussee 192–202 in Hamburg-Alsterdorf. Hier wurden auch die Innenaufnahmen zu dem Tonfilm Razzia in St. Pauli gedreht. Bis zu ihrer Liquidation ab 1937 war es die erste und einzige Filmproduktionsstätte in Hamburg zu der Zeit.

    Ein unterhaltsam-informativer Filmnachmittag mit äußerst seltenen Original Kultur- und Werbefilmen, sowie einem erhaltenen Ton-Spielfilm aus der VERA Produktion. Die Handlung spielt in Hamburg auf St.Pauli.


    Vera-Filmwerke

    Vor 1919 produzierte die Vera-Filmwerke GmbH, soweit bekannt, nur zwei Filme, 1915 und 1916. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm sie im Juni 1919 ihre Filmproduktionsstätte an der Alsterkrugchaussee im Stadtteil Hamburg-Alsterdorf in Betrieb. Als Drehort für Autorennen wurde die Alsterkrugchaussee selbst benutzt. Im Laeiszhof, Trostbrücke 1 an der Trostbrücke im Stadtteil Hamburg-Altstadt unterhielt sie bis 1924 weitere Geschäftsräume, und ab Mai 1924 im Ballinhaus am Meßberg 1. Zudem hatte sie in Berlin in der Friedrichstraße 247 eine Exportfiliale.

    Am 30. Juni 1919 hatte die Direktion der Vera-Filmwerke Pressevertreter eingeladen, die alles besichtigen konnten und in ihren Medien davon berichteten. Die Vera-Filmwerke hatte ein eigenes Lichtwerk, das Atelier, Büros, technische Räume usw. speiste und ganz unabhängig von den städtischen Werken war. Sie besaß auch eine eigene Kopier- und Trocknungsanstalt. Das ganze Unternehmen lag in einem prachtvollen Park, der direkt an der Alster lag. Gartenpartien für Aufnahmen waren ebenfalls vorhanden, wie auch verschiedene Boote. Das Glasdachatelier besaß eine Versenkung, die im Bedarfsfalle als Schwimmbassin gefüllt werden konnte, und eine Fülle an Jupiter-Atelierlampen. Neben dem Glashaus befanden sich Garderoben für Schauspieler und Komparsen, die zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht fertiggestellt waren.

    1919 oder 1920 stellte die Vera-Filmwerke GmbH, die mit einem Stammkapital von einer Million Mark im Handelsregister aufgeführt war, einen Antrag auf eine staatliche Genehmigung zur Errichtung einer Aktiengesellschaft. Die Vera-Filmwerke AG wurde am 23. Dezember 1920 oder am 3. Februar 1921 mit einem verdoppelten Grundkapital von zwei Millionen Mark gegründet und am 24. Februar 1921 eingetragen. Schon einen Monat später wurde das Kapital auf drei Millionen Mark erhöht. Hinter der Produktionsfirma stand der Bankier Willi Sick, Inhaber der Nordischen Bank- und Handelskommandite Sick & Co.

    Ab 1923, dem letzten Jahr der Inflation, wurden das Glasdachatelier, das etwas an das Glasdachatelier des Potsdamer Studios Babelsberg erinnert, und die angeschlossene Kopier- und Trocknungsanstalt hauptsächlich nur noch für die Produktion von Werbe-, Dokumentar- und Wirtschaftsfilmen benutzt. Nach der Inflation erfolgte aufgrund des Generalversammlungsbeschlusses vom 14. August 1924 die Umstellung des Grundkapitals auf 250.000 Reichsmark. Auftraggeber für Werbefilme waren unter anderen die Firmen J. J. Darboven, Karstadt, Phoenix AG, Bavaria-Brauerei und die Zigarettenfabrik Juhasz in Altona. 1928 dokumentierte die Vera-Filmwerke AG für die Hamburger Hochbahn AG den Bau der Kell-Jung-Linie, die heutige Teilstrecke der Untergrundbahnlinie U1 von Kellinghusenstraße bis Jungfernstieg. Es entstanden auch Werbefilme zur Eigenwerbung. Auch mit aufwendigen Prospekten wurde um neue Auftraggeber geworben.

    Sehr viel Erfolg scheint die Werbung nicht gehabt zu haben, denn der Beschluss der Generalversammlung vom 30. Juni 1930 ermächtigte den Vorstand, den Betrieb einzustellen und das Unternehmen zu verpachten oder zu verkaufen. Mit dem Bankrott der Nordischen Bank- und Handelskommandite Sick & Co. ging auch die Vera-Filmwerke AG trotz einiger Rettungsversuche 1937 in Liquidation.[8] Die Mitte der 1920er Jahre im Auftrag der Vera-Filmwerke AG gebauten Häuser für Betriebsangehörige wurden an gutsituierte Bürger verkauft, Häuser des Ensembles Alsterkrugchaussee 184–190, Wilhelm-Metzger-Straße 32, 34 und Kugelfang 2–26. Das Filmstudio wurde abgerissen. 1941 war die Vera-Filmwerke AG an der Alsterkrugchaussee noch im Hamburger Adressbuch verzeichnet. 1942 dann nicht mehr.

    Siehe auch: Michael Töteberg: Filmstadt Hamburg, Drehorte, Schauplätze & Kino-Geschichten, VSA-Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-89965-578-0 (überarbeitete und ergänzte Auflage der vorherigen Auflage),[22] Seite 49–59 und 86 (Razzia in St. Pauli Seite 87–90)

    Trailer VERA Filmwerke 1919 - 1937

Programmvorschau

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